Produkttypen
Anwendungsbereich
Lichtwirkung
Light Source
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Sitz des Europarats

iGuzzini kreiert für den neuen Sitz des Europarats ein Spezialprodukt.


Die Beleuchtung des neuen Sitzes des Europarats in Brüssel erforderte eine lange und komplexe  Zusammenarbeit zwischen den bei der Realisierung des Neubaus beteiligten Studios.  iGuzzini sollte dabei eine Lichtlösung vorlegen, die die besondere Konfiguration des Gebäudes zwischen  Vergangenheit und Zukunft auch durch die teilweise Wiederverrtung von Türen und Fenstern und  Verglasungen aus Gebäuden verschiedener europäischer Länder hervorheben sollte.  Die Hauptherausforderungen bestanden dabei in der beträchtlichen Höhe des Gebäudes, der Tatsache,  dass es sich um einen Glasbau handelt und in dem Umstand, dass die Leuchten sich so unsichtbar wie  möglich ausnehmen sollten: Allein der Lichteffekt, nicht der Apparat sollte hervortreten.  Um den von Architekt Philippe Samyn gewünschten Lichteffekt zu verwirklichen, hat iGuzzini eine Strahler-  Beleuchtung auf die Glaslaterne vorgeschlagen, die sich auf jener Fläche erhebt, die man durch die  Realisierung der Fassade aus Glas, Aluminium und Eichenholz der recycelten Fenster und Türen geschaffen  hat, welche das Gebäude aus den 1960er Jahren L-förmig umschließt.  Das Strahllicht wird in vertikaler Form ausgegeben, da die Leuchten entlang der senkrecht verlaufenden  Alu-Strukturen positioniert sind, die sich mithilfe eines in enger Zusammenarbeit mit der Firma belgometal  entworfenen Befestigungssystems absolut mimetisch in die Umgebung einfügen. 
 
iGuzzini hat für dieses Projekt eine Spezialleuchte entwickelt, die aus einem Aluminium-Modul in den  Größen 70x59x1770mm besteht, auf dem die Laser Blade-Optiken von 10 Leds 90W Optik 48 mit  Mikroprismenschirm und blinden siebgedruckten Stellen eingelassen sind. Das Modul steuert zwei  Optiken: Eine mit Farbtemperatur 3000K Warm White 3600 lm und die andere mit 5000K Cool White 4000  lm. Ergebnis ist eine Optik mit ca. 56° und realen 4674 lm. Zugrunde liegt eine DALI-Steuerung. Auf diese  Weise erhält man einen Tunable White-Effekt, der je nach Veranstaltung oder Tageszeitpunkt individuell  programmierbar ist.  Die Leuchten wurden entlang des vertikalen Rippenwerks installiert, das die Fassade stützt, in dem Bereich,  der dem idealen Einstrahlungswinkel der Laterne entspricht. Für die außerhalb dieses  Ausstrahlungsbereichs gelegenen Gebäudeteile wurden blinde Module verlegt, um allem eine ästhetische  Gleichförmigkeit ohne Lichtausstrahlung zu verleihen.  Im Kontrast dazu wurde dazu ein “Sonnenfinsternis-Effekt” angelegt, der die Dreidimensionalität der  Laterne zur Geltung bringen soll. Auch in diesem Fall wurde ein Projektor eingesetzt, hier handelt es sich  aber um eine Sonderanfertigung mit Linealuce-Optiken. Das Aluminiummodul verfügt in diesem Fall über  zwei Optiken vom Typ Linealuce Compact zu 11 LEDs 39 W 3000K Warm White 2800 lm. Die Leuchten sind  hier genau auf die Verbindungspunkte zwischen dem Gebäude aus den 1960er Jahren und der Laterne  gerichtet, so dass das Licht aus einer Art imaginären Riss zwischen den Bauten zu fließen scheint.  Die Laterne ist mit einer Haut aus siebbedrucktem Glas überzogen, um die in im Inneren arbeitenden  Personen nicht zu blenden. Außerdem wurden die Leuchten so verlegt, dass sie nie mit der  Bewegungsrichtung der Personen in Konflikt geraten, die den Flur auf der Außenseite der Laterne  entlanggehen.  Für die Beleuchtung der Innenräume, in denen sich Büros und Konferenzräume befinden, wurde für eine  diffuse, integrierte Beleuchtung aus einigen Strahlern optiert, um ein indirektes Licht zu erhalten: Deep  Minimal-Einbauleuchten mit hochleistungsfähigem Reflektor und HIT-Lampen (CDM-TC) mit 30°-Optik, 35  W, 3000 K 4000 lm mit UGR<19.
 
Daneben wurden in den Büro- und Konferenzräumen auch starre,  schwenkbare und Wall Washer-Reflex- Strahler eingerichtet.  Die Installation der Leuchten in den Konferenzsälen wurde in enger Kooperation mit dem Architekten  geplant, der ursprünglich eine freie Installation insbesondere der Einbauleuchten vorzog.  Diese Lösung hätte jedoch einerseits zu einer sehr aufwändigen Installation der Leuchten geführt,  andererseits hätte die Metallstruktur der Saaldecken große und störende Schatten geworfen.  Daher wurde eine Installation entwickelt, die sich die Modularität der Deckenfliesen zunutze macht: Auf  diesen Kacheln wurden die Einbauleuchten in festen Positionen mit 5 cm Abstand zur oberen und 5 cm  Abstand zur linken Seite installiert. Zudem können diese Kacheln gedreht werden. Endergebnis ist eine  leicht variierende Verteilung der Einbauleuchten, die einer freien Distribution ohne festen Vorgaben fast  gleichkommt, mit der auch die konzentrischen Ellipsen, die den Grundriss der Konferenzräume  wiederaufnehmen, realisiert werden konnten.  Es sind verschiedene Einschaltmuster vorgesehen, um die verschiedenen notwendigen  Beleuchtungsebenen, insbesondere für TV-Übertragungen zu ermöglichen. 
 

Arbeiten Sie an einem ähnlichen Projekt?

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  • Year:
    2016
  • Client:
    European Council
  • Architekt:
    Samyn & Partners (Architects & Engineers), Studio Valle Progettazioni
  • Structural engineering:
    Samyn & Partners (Architects & Engineers), Buro Happold Limited engineers
  • Interior design:
    Samyn & Partners (Architects & Engineers)
  • Einfassungen :
    Belgo Metal
  • Installer:
    ITB Technics NV
  • Photographer:
    Marc Detiffe

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