Produkttypen
Anwendungsbereich
Lichtwirkung
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Lichtwirkung

Internationaler Flughafen Carrasco

Montevideo, Uruguay
  • Infrastructure

Über das Projekt

Die Schwerpunkte des Beleuchtungsprojekts lagen auf der Betonung der dominierenden architektonischen Merkmale, der Erfüllung der Bedingungen für die Baugenehmigung und der Gewährleistung einer hohen Energieeffizienz (auch wenn es diesbezüglich keine einschlägigen
ortsüblichen Normen gibt).
Zunächst galt es, das Dach mit 350 m Länge (150 m überdecken den Innenraum) und rund
80 m Breite (im Mittelbereich) als hervorst - echendes bauliches Element zu inszenieren.
Unter dem vorgenannten Dach befinden sich die Abflughalle und die Flughafenterrasse, von
wo man das Fluggeschehen auf der Startpiste beobachten kann.

Im Leistungsverzeichnis war
ein bedeutend höheres Beleuchtungsniveau gegenüber den internationalen Standardwerten
vorgeschrieben, weshalb die Energieeffizienz in den Vordergrund rückte. Man wählte
Leuchtstoff - und Entladungslampen mit sehr guter Farbwiedergabe und elektronischem
Vorschaltgerät, um den Energieverbrauch möglichst gering zu halten. Die Beleuchtungsart
wurde auf die Funktionen der einzelnen Flughafenbereiche abgestimmt: Abflughalle,
Check-in-Bereich und Terrasse inklusive
Dachbeleuchtung; sämtliche Boarding – und Pre-Boarding-Bereiche: Passkontrolle, Boarding,
Gepäckaufgabe, Zollkontrolle, Ankunftsebene; Geschäftszonen. Die Abflughalle und die Terrasse,
die sich beide unter dem großen Dach des Gebäudes befinden, werden indirekt durch das
über das Dach reflektierende Licht beleuchtet.

Das Leistungsverzeichnis schrieb für diese Zonen eine Beleuchtungsstärke von 300 Lux vor.
Man setzte deshalb ca. 280 Strahler (nicht von iGuzzini) mit asymmetrischer Optik und 400W
Halogen-Metalldampfleuchten ein, die an der Tragkonstruktion des Daches montiert wurden.
Geht man davon aus, dass der mit diesen Strahlern beleuchtete Innenbereich des Gebäudes
ca. 10.000 m2 misst und die dafür aufgewandte Leistung 136 kW (inklusive der Verluste in den
Vorschaltgeräten) beträgt, erhält man eine Dichte von 14 W/m2. Ein annehmbarer Wert in Punkto
Energieeffizienz, auch wenn es sich um eine vollkommen indirekte Beleuchtung handelt.
Der Rest des Daches (Außenbereiche des Gebäudes) wurde ebenfalls mit dieser Art von
Strahler, wenngleich einer geringeren Anzahl,beleuchtet. Für die gesamte Dachbeleuchtung
wurden insgesamt 370 Leuchten eingesetzt.

Ein Teil dieser Außenbereiche besteht aus den Zufahrten zur Abflugebene, die lediglich durch das
vom Dach zurückgeworfene Licht erhellt werden. 

Dabei erzielte man wie geplant eine durch -schnittliche Beleuchtungsstärke von 80 Lux.
Als lichttechnische Lösung für die Bereiche Passkontrolle, Boarding, Gepäckaufgabe,
Zollkontrolle und die Flugsteige wählte mandurchgehende Lichtlinien aus den Leuchten
Lineup und dem System Hub.

Zum Einsatz kamen Leuchtstoffröhren T8 zu 36 und 58 W mit elektronischem Vorschaltgerät.
Im Check-in-Bereich verwendete man Lineupzur Beleuchtung der Wand und der Umgebung
des Gepäckförderbands.Die für diese Bereiche verlangtendurchschnittlichen Beleuchtungs stärken waren sehr hoch (600 und 300 Lux), konnten jedoch durch eine effektive Beleuchtungsanlage mit nur 15 W/m2 und 7,5 W/m2 erzielt werden.
Für das Licht in den Geschäftszonen entschied man sich zu einer Kombination aus Downlights
und zwei Typen von Deckeneinbaustrahlern mit Metalldampf-Halogenlampen zu 35, 70
und 150 W (je nach Höhe). Dabei kamen die Leuchten der Serie The Reflex und Frame
zum Einsatz.

Zur Beleuchtung der Grünflächen wurden die Strahler Woody mit Halogenlampenbestückung
gewählt. Die zur Abflugebene führenden Außenbereiche und die Terrasse auf der oberen
Ebene erhielten ein indirektes Beleuchtungssystem.

Dafür verwendete man 150W-Strahler MaxiWoody mit Superspot-Optik und Linsen zur elliptischen
Lichtverteilung. Für den Zugangs bereich zu den Vip-Lounges wählte man als Leitsystem LED-Einbauleuchten Balisage. Die Beleuchtung der Präsidenten- Lounge wird mit den Strahlern Lingotto mit direkter und indirekter Lichtverteilung und den 250W-Strahlern Platea erzielt.
 

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  • Year:
    2015
  • Client:
    Puerta del Sur SA
  • Designer:
    Studio Ricardo Hofstadter, Joel Fregosi
  • Photographer:
    Francisco Nocito and iguzzini Archive