[ Architekten und Designer ]
Luigi Massoni
„Bei iGuzzini ist es wichtig zu betonen, dass man gemeinsam arbeitete…[…] das war einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren, da er die Techniker und Arbeiter für die Leidenschaft zur Materie sensibilisierte…“
Seine Tätigkeit war nicht allein die eines Architekten, denn etwa dreißig Jahre lang arbeitete Luigi Massoni auch als Designer, Publizist und Verleger. Nach seiner Lehrzeit am „Collettivo di Architettura“ in Mailand und seinen ersten Erfahrungen zwischen den Jahren 1953 und 1955 begann er seine Tätigkeit als Designer durch Gestaltung des Barsets und der Behältnisse der „Serie 5“ für Alessi, die noch heute produziert werden.
Zwischen 1957 und 1960 trug er mit dem Architekten Carlo De Carli durch Teilnahme an den verschiedenen Veranstaltungen, die in dieser Zeit organisiert wurden, zur Neukonzeption von Produktion und Beruf bei. Ebenfalls mit De Carli gründete er „Il Mobile Italiano“. Im Jahr 1959 eröffnete er durch Zusammenschluss einer Gruppe von Industriellen aus der Möbelbranche „Mobilia“, eines der ersten Werbezentren für italienisches Design. Außerdem wurde er im Jahr 1959 auch als Planer und Produktionskoordinator bei Boffi Cucine tätig und realisierte einige der ersten modularen Systeme für Haus und Küche.
Ausgehend von dieser Erfahrung verbesserte er als Planer und Art-Director das Image zahlreicher italienischer und ausländischer Industrien, die in den folgenden Branchen tätig sind: Einrichtung (Küchen, Anbaumöbel, Sessel usw.), Kunststoffe, Keramik und Porzellan, Glas und Kristall, Metalle und Edelmetalle, Lederwaren und Zubehör, Geschenkartikel, Haushaltsartikel.
Herausgeber und Direktor von „Marmo Tecnica Architettura“ (1956-1963) und „Forme“ (ab 1962). Durch seine Veröffentlichungen nahm er eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Industrie- und Handwerksunternehmen ein. Für seine Arbeiten (die in den bedeutendsten italienischen und ausländischen Zeitschriften veröffentlicht wurden) erhielt er zahlreiche Preise und Anerkennungen.
Luigi Massoni wurde zur Zusammenarbeit mit Harvey Guzzini und Dh Guzzini (1965- 1975) aufgefordert und designte zahlreiche Leuchten, bevor das Unternehmen 1975 in die Beleuchtungsbranche überwechselte. Sein theoretischer Beitrag war so grundlegend, dass er einer der Hauptmitwirkenden bei der Fachtagung für Beleuchtungstechnik war, die von iGuzzini organisiert und 1977 veranstaltet wurde. Die Tätigkeit von Massoni war extrem wichtig, um die Entwicklung des im gesamten Gebiet der Marken verbreiteten Handwerks in Richtung Design zu lenken und gleichzeitig die Kenntnis der Technologien sowie der Möglichkeit einer Serienproduktion zu vertiefen. Massoni war auch der erste, der ein Corporate Image entwarf: Für iGuzzini studierte er beispielsweise auch die grafische Gestaltung der Verpackungen.
Massoni designte für iGuzzini zahlreiche Leuchten: angefangen von Fungo (mit einer Kalotte, die mittels Thermoformung hergestellt wurde) bis hin zu Cespuglio, einer Leuchte, die einen sensationellen Erfolg im Handel hatte.
In den vergangenen Jahren war Luigi Massoni sowohl für iGuzzini (Wide, 1998) als auch für SirrahiGuzzini (Serie Alice, Serie Bibi im Jahr 1998, Firefly, Simpla, Libra im Jahr 1999) als Designer tätig.