[ Projektgalerie ]
MNAF - Nationalmuseum Alinari für Fotografie
Florenz, Italien
Im Gebäude des ehemaligen Leopoldinenklosters aus dem aus dem 13.Jahrhundert an der Piazza Santa Maria Novella. Dort wurde am 28. Oktober 2006 in Florenz das Nationalmuseum Alinari für Fotografie (MNAF) eröffnet. Dieser ist mit dem international angesehenen florentinischen Atelier verbunden, dessen Archiv eine der weltweit bedeutendsten Bilderkollektionen des neunzehnten Jahrhunderts besitzt.Das Museum ist in 7 Bereiche gegliedert, in denen Bilder, Geräte und Gegenstände der damaligen Zeit ausgestellt sind.
Das Restaurierungsprojekt des Gebäudes stammt vom Architekten Armando Biondo, für die Inszenierung und Planung der Innenausstattung zeichnen sich die Architekten Luigi Cupellini und Carlo Pellegrini verantwortlich. Den Bühnenbildern des Regisseurs und Oscar-Preisträgers Giuseppe Tornatore liegt die Idee zu Grunde, dass eine Fotoausstellung eine Art interstellarer Reise sei, d.h. ein Sprung in die Nacht der Zeiten, die hier und da durch leuchtende Bilder erhellt wird, die in den immensen Abgründen der Erinnerung schwimmen, wie Sterne und Galaxien im grenzenlosen Dunkel: die bühnenbildnerischen Lösungen, die Tornatore vorgeschlagen hat und die Cupellini und Pellegrini umgesetzt und in den Parcours integriert haben, um die Besucher des MNAF zu empfangen, beharren auf dem Dunkel und der magischen Heraufbeschwörung von Gesichtern und Formen einer zu entdeckenden Vergangenheit.
Um diese Suggestionen wieder zu geben, wurden die Bilder auf schwarzen, im unteren Bereich segmentierten Paneelen ausgestellt, die an den Greifer der Filme erinnern, aber auch zur Lösung verschiedener funktioneller Aspekte nützlich sind. Aus beleuchtungstechnischer Sicht war es notwendig, über Leuchten zu verfügen, die Sichtbarkeit, “Überraschung” und die Erhaltung der ausgestellten Werke garantierten. Für die Beleuchtung der Sonderausstellungen entschied man sich für ein flexibles System, das auf die verschiedenartigen Anforderungen der ständig wechselnden Ausstellungen zugeschnittene Eingriffe erlaubt. Um dies umzusetzen, wurden die betreffenden Räume mit hängenden Deckenschienen ausgestattet und mit Strahlern Cerchio bestückt, für die eine präzise Ausrichtung festgelegt wurde. Für den eigentlichen Museumsteil wurden dagegen Le Perroquet-Strahler gewählt, die direkt in die Ausstattung integriert wurden und somit verborgen bleiben und eine zeitgesteuerte Dimmerregelung der Beleuchtungsstärke für die ältesten und empfindlichsten Werke gestatten (z. B. die Daguerreotypen).
Die Beleuchtungsstärke im Museum beträgt im Mittel ca. 80 Lux, während sie bei den empfindlichsten Werken bei ca. 40 Lux liegt. Verwendet wurden kaltlichtspiegel Lampen mit unterschiedlich breiten Abstrahlwinkeln. In einigen Fällen wurden zur Erzielung präziser und definierter Lichteffekte Shuttle-Strahler eingesetzt.
Veranstalter
Gemeinde Florenz, Cassa di Risparmio von Florenz, Fratelli Alinari Stiftung für die Geschichte der Fotografie
Präsident
Claudio de Polo
Wissenschaftliche Direktorin
Monica Maffioli
Kuratoren
Monica Maffioli,
Italo Zannier,
Charles-Henri Favrod
Italo Zannier,
Charles-Henri Favrod
Ausstellungsparcours
Guido Cecere, Maurizio Rebuzzini,
Ferruccio Malandrini,
Luigi Tomassini, Maria Possenti
Ferruccio Malandrini,
Luigi Tomassini, Maria Possenti
Parcours blinde Menschen
Regione Toscana, Stamperia Braille
Bühnenbildplanung
Giuseppe Tornatore
Architektonisches Projekt
Armando Biondo, Lidia Fiorini,
Studio Associato ARKTRE
Studio Associato ARKTRE
Inszenierungsentwurf
Luigi Cupellini und Carlo Pellegrini
Künstlerische Leitung und Koordination der Inszenierung
Castello50 srl
Inszenierung
Eurostands - Messegruppe Mailand
Grafischer Entwurf
Stefano Rovai
Didaktische Einrichtungen/Labors
Gabriella de Polo - Spark
Multimediale Maßnahmen
Leonardo Lemmi, David Bozza, Stefano
Lupi ORION Studio
Lupi ORION Studio
Produkte: