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[ Forschung und Entwicklung ]

Projekt „Das Haus des Erwachens“

Der Einfluss von Licht auf Komapatienten. Der Beginn einer Versuchsphase.
 
Anlässlich der Messe Exposanità, die in Bologna vom 17. bis zum 20. Mai stattfand, wurde die Wohneinheit „Casa dei Risvegli Luca De Nigris“ vorgestellt: Es handelt sich um ein höchst innovatives Behandlungszentrum für junge Komapatienten auf dem Gelände des Krankenhauses Bellaria in Bologna (Bau: 2001).
Die Initiative, die die Vereinigung der Freiwilligen Sozialhelfer „Gli amici di Luca“ startete und derer sich dann das Gesundheitsamt der Stadt Bologna (mit Unterstützung des Chefarztes für rehabilitative Medizin des Krankenhauses Maggiore in Bologna, Dr. Roberto Piperno) zusammen mit der Region Emilia Romagna, der Gemeinde und der Provinz von Bologna sowie der Universität (unter Mithilfe weiterer wertvoller Unterstützung) annahm, hat es sich zum Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit dem Studienzentrum für Komaforschung eine Reihe von Experimenten durchzuführen, um Therapiemöglichkeiten zum Einsatz im künftigen Zentrum auszumachen.
Beachtenswert unter den verschiedenen experimentellen Therapien ist zweifelsohne der Einsatz des künstlichen Lichtes in Kombination mit visuellen und akustischen/musikalischen Reizen, die den Zweck haben, die Therapie der Komapatienten zu unterstützen.
 
„Das Haus des Erwachens“ und iGuzzini
 
Die Zusammenarbeit zwischen „La Casa dei Risvegli Luca De Nigris“ und iGuzzini illuminazione entstand dank des Einsatzes des Studienzentrums für Komaforschung, das Hand in Hand mit „La Casa dei Risvegli Luca De Nigris“ arbeitet und betont, wie sehr der Tagesrhythmus von Patienten, die aus dem Koma erwacht sind, oder von Patienten, die sich in einem vegetativen Zustand befinden, gestört ist. Daher wurde der Einsatz des Beleuchtungssystems Sivra in Betracht gezogen, um den Tagesrhythmus auszugleichen und damit die Rehabilitation zu unterstützen, die ihre Stärke in der Multistimulation hat und die es darauf anlegt, ein Umfeld voller Elemente zu schaffen, die Bezugspunkte zum Leben des Patienten herstellen.

Die Leuchte Sivra (variables Beleuchtungssystem mit automatischer Regelung) ist imstande, die Eigenschaften des Tageslichtes zu simulieren und somit die Lichtintensität und die Farbtemperatur des künstlichen Lichtes zu variieren.
Um die Rehabilitationsarbeit, die im Zentrum geleistet wird, zu unterstützen und zu fördern, wurden verschiedene Lichtversuche durchgeführt:

- Einsatz von Licht zur Wiederherstellung des Tagesrhythmus
- Einsatz von biologisch relevantem Licht (Bright Light)
- Farbtherapie
- Bezug von Licht und Musik
- Bezug von Licht und Bildern
- Bezug von Licht und Stimme

In den ersten beiden Fällen werden die Möglichkeiten von Sivra genutzt, die Veränderlichkeit des natürlichen Lichtes nachzubilden und eine Beleuchtungsstärke von 2000 Lux zu erzeugen. Auf diese Weise wird der Schlaf-Wach-Rhythmus ausgeglichen und es erfolgt eine starke Sinnesanregung.

In den anderen Fällen wird mit Sinnesreizen und psychologischer Stimulierung gearbeitet, um das Erwachen zu fördern: Hierzu werden Bilder, Töne und Musik eingesetzt, die die Komapatienten an ihre Erfahrungen im Leben erinnern sollen.
Musik wird angewandt, um Gefühle und Emotionen zu wecken, die nicht unbedingt positiv sein müssen, sondern den Zweck haben, irgendeine Reaktion hervorzurufen. In diesem Fall unterstreicht das Licht die Passagen der Musik und verstärkt sie, wodurch eine gezielte Atmosphäre geschaffen wird.
Derselbe Mechanismus bestimmt die Projektion von Bildern und die Wiedergabe der Stimmen von Freunden oder Verwandten, die sich im Verlauf der Therapie abwechseln und einen verbalen Kontakt mit dem Patienten herstellen.
Um diese Ergebnisse zu erzielen, wurden spezielle Programme für das Beleuchtungssystem Sivra ausgearbeitet, die anhand einer Smart Card angewandt werden können; es handelt sich hierbei um eine kleine Karte, die ins elektronische Bedienfeld des Systems eingeschoben wird.
Die Leuchte Sivra (Design: Piera Scuri, Douglas Skene, Daniele Bedini) ist das Ergebnis einer Forschungsstudie, die im Jahre 1988 gestartet wurde und von iGuzzini illuminazione srl, Spazio sas und Futuro srl in Zusammenarbeit mit dem Lighting Research Center in Troy, New York, durchgeführt wurde: „Variables Beleuchtungssystem mit automatischer Regelung (SIVRA) für fensterlose Räume“.

Die Forschungsarbeit zielte darauf ab, die Arbeitsbedingungen in abgeschlossenen Räumen zu verbessern. Doch hat sich die Leuchte, die daraus hervorgegangen ist, auch in vielen anderen Situationen als nützlich erwiesen (in Holland wird derzeit ihr Einsatz in Intensivstationen getestet). Vor allem aber ist diese Leuchte sehr anpassungsfähig, da sie die Möglichkeit bietet, spezifische Programme auch für vollkommen unterschiedliche Situationen zu realisieren.
 
 

 
 
 
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