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Santa Croce Basilica

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Die Basilica di Santa Croce gilt als eines der Wahrzeichen des Lecceser Barock und gehört zu den bedeutendsten und meist bewunderten Kirchen der Stadt. An ihrem Bau, der 1549 im Auftrag der Zölestiner begann und 1699 abgeschlossen wurde, waren wichtige Lecceser Architekten der Zeit beteiligt: Gabriele Riccardi, Urheber des Baus und des unteren Teils der Fassade, Francesco Antonio Zimbalo, der ihm 1606 nachfolgte und die drei Portale anlegte, sowie Cesare Penna, welche alle drei die Mitwirkung großer Steinmetzmeister und Holzschnitzer der Gegend für den Bau gewinnen konnten.

Das Kircheninnere empfängt die Besucher in der Form des lateinischen Kreuzes, aufgeteilt in drei Schiffe zu je 12 von Kapitellen dekorierten Säulen, wo man inmitten der Frucht- und Blätter-Motive die Gesichter der Apostel ausmachen kann. Die mit Girlanden und Akanthus-Blättern, Engeln und Obst-Motiven verzierte Kuppel wird von paarweise angeordneten Säulen mit den Symbolen der Evangelisten gestützt. Die mehrpassige Apsis, mit ihrem strahlförmig zulaufenden Dach beherbergt den Hauptaltar, ein Meisterwerk neapolitanischer Einlegearbeit auf Marmor aus dem 18. Jahrhundert.

Das Hauptmerkmal der Basilika ist aber das Weiß des Lecceser Steins, der in seiner Makellosigkeit jede Wand des Gebäudes beherrscht und sich klar vom Braun der Kassettendecke mit goldener Dekoration abhebt, auf dem wir das Gemälde der „Santissimia Trinità“ sehen.

In den Seitenschiffen befinden sich nicht miteinander verbundene Kapellen, deren Altäre und Säulen im Barockstil reich verziert sind. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Altar von Sant‘Oronzo mit seinem Votivgemälde des Heiligen, dem die Rettung vor dem Erdbeben von 1743 zugeschrieben wird, wie die Verse in altem Lecceser Dialekt auf dem Gemälde enthüllen. Der dem San Francesco da Paola geweihte Altar ist dagegen ein Werk des Francesco Antonio Zimbalo, einem der Architekten der Basilika. Dieser riesige Altar, bestehend aus 12 Platten aus Leccesser Stein, lässt sich wie ein Comic-Buch lesen, in dem das Leben und die Wunder des kalabresischen Heiligen in einer Landschaft aus Olivenbäumen und Steinhäusern erzählt werden.

Die Basilika ist mit diesen Sehenswürdigkeiten ein vielbesuchter Ort. Allerdings hatten sich gerade Touristen in der Vergangenheit über die schlechte Sichtbarkeit des hohen Kirchenteils mit seinen vielen dekorativen und architektonischen Besonderheiten beschwert, die im Halbdunkel blieben. So wurden von 2019 bis 2020 Arbeiten zur Ergänzung der bestehenden Beleuchtung durchgeführt. Bald jedoch musste man konstatieren, dass die bestehende Lichtanlage nicht nur veraltet, sondern auch sehr energieintensiv und zur Beleuchtung der Flächen und Kunstwerke ungeeignet war.

So verständigte man sich auf eine generelle Überholung des Projekts und die Ersetzung der Lichtanlage, mit deren Leitung Ingenieur Mario Torchio beauftragt wurde, der die Anlage rationalisiert und implementiert hat, um die architektonischen und künstlerischen Besonderheiten hervorzuheben, die die Basilika einzigartig machen.

Durch die neue Anlage konnte der Energieverbrauch drastisch gedrosselt werden: Die 270 LED-Strahler mit Leistungen von drei bis 46 Watt verbrauchen zusammen gerade einmal fünf KW, gegenüber den 20 KW der alten Anlage. Der Ingenieur hat sich dabei an den Merkmalen des Naturlichts inspiriert, das so gut mit dem Lecceser Stein harmoniert und eine einheitliche und gestreute Beleuchtung mit einer Farbtemperatur von 3000 K gewählt. Ferner wurden verschiedene, im Wesentlichen liturgische und museale Lichtszenarien programmiert. So können unterschiedliche Lichtverhältnisse für die Werktags- oder Feiertagsmesse, für Hochzeiten, touristische Besichtigungen und die Lektüre der künstlerisch-architektonischen Formensprache und des Kirchenganzen ermöglicht werden.

Die Beleuchtung greift auf drei Strahlertypen in drei unterschiedlichen Größen und Leistungsmustern zurück, um sie auf verschiedenen Höhen einzusetzen. Generell wurden die größeren und leistungsstärkeren Lichtkörper, Front Light und View, in großer Höhe installiert, für gewöhnlich auf den Simsen und den Kämpfern des Gewölbes, um die einheitliche Beleuchtung des Ambientes zu garantieren. Den Strahlern Palco LV kommt dagegen die Aufgabe zu, die seitlichen Kapellen zu illuminieren. Je nach Lichtszenario sind die Beleuchtungsstärken unterschiedlich. Dazu gibt es einige Sehenswürdigkeiten, die immer akzentuiert werden, wie das Tabernakel, auf das sich die Super-Spot-Optik eines Front Light-Strahlers konzentriert, und das der Dreieinigkeit geweihte Gemälde in der Mitte der Kassettendecke, sowie einige Details der überaus reichen Kirchendekoration.


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  • Jahr
    2020
  • Auftraggeber
    Archdiocese of Lecce
  • Lichtgestaltung:
    Mario Torchio
  • Fotos
    Luca Petrucci